Der zweitschönste Tag

Kleine Kinder werden schnell gross. Wer welche hat, kann das sicher unterschreiben. Wenn sie zur Welt kommen scheinen 6 Jahre wie eine Ewigkeit aber in Wirklichkeit geht es wie im Flug. Manchmal vergisst man ob all der Geschwindigkeit, wie wertvoll Pausen sind.

6 Jahre im Schnelldurchlauf

1 1/2 Jahre Baby: sie lernen trinken, sitzen, lachen, spielen, schlafen, schreien, essen, aufstehen, winken, laufen und viele andere kleine Wunder-Sachen mehr
1 1/2 Jahre Kleinkind: sie lernen reden, springen, Treppen steigen, tanzen, singen, täubele, Fussball spielen und viele (für Eltern eher anstrengende) Sachen mehr
2 Jahre Kindergartenkind: sie lernen sich in eine Gruppe einbringen, basteln, malen, manipulieren, ihren Namen schreiben und bis 10+ zählen, pfeifen, auf einem Bein hüpfen, Witze erzählen, Spiele erfinden, sich mit sich selbst beschäftigen, Velo fahren, Schuhe binden, Fluchwörter sagen, Verse reimen und viele (für alle schöne und herausfordernde) Sachen mehr.

Heute war der zweitletzte Tag meiner Tochter im Kindergarten. Bald starten wir also in das nächste Zeitalter – die Schule. Sie freut sich, fragt sich aber auch was sie denn da erwarten wird. Und da geht es mir genau gleich. Wir hatten das Glück, dass Sie in der Tagesschule Feldblumen aufgenommen wurde und ich bin mir sicher, dass sie dort weiterhin viele tolle Sachen lernen und erleben wird. Meine Aufgabe wird es sein, sie gemeinsam mit all ihren Bezugspersonen, weiter durch den Alltag zu begleiten. Es macht mich stolz und glücklich, dass sie die bisherigen sechs (teilweise auch stürmischen Jahre) so toll gemeistert hat. Und ich bin dankbar, dass wir ohne grössere Krankheiten oder andere Belastungen in ihr Leben gestartet sind.

Was wirklich zählt

Wir haben heute den gemeinsamen Kindergarten-Abschluss mit einem abendlichen Waldspaziergang vorgezogen. Die ganze Woche schon wollte sie mir unbedingt den Wald zeigen. Nie war Zeit oder das Wetter, aber heute hat es geklappt. Wir haben uns eine Pizza gekauft und diese auf dem Spielplatz verschlungen (sorry, aber war so…) Danach sind wir den Waldweg hoch. Wir haben wilde Brombeeren zum Dessert genascht, etwas über ihre Zeit im Kindergarten gesprochen und neue Wege erkundet. Dabei haben wir ein wunderschönes Wald-Mandala gefunden und noch etwas komplettiert. Wir sind über Bäume geklettert, haben uns das zwitschern der Vögel angehört und Tiere beobachtet, sind gehüpft und unter auf dem Rückweg unter dem Rasensprenger durchgesprungen. Kurzum – wir waren zusammen achtsam, gemeinsam in der Natur.

Sammle Momente, nicht Dinge

Sammle Momente, nicht Dinge

Es hört sich jetzt belanglos an, aber ich schreibe den Artikel hier wegen dem Titel. Denn als wir auf dem Rückweg waren sagt sie zu mir: «Mama, das ist der zweitschönste Tag bis heute». Das hat mich sehr bewegt und mir einmal mehr gezeigt, wie wenig es braucht um glücklich zu sein. Es braucht nur Zeit. Gemeinsame Zeit, Zeit zu lachen, sich auszutauschen, sich zu finden. Obwohl ich mir diese bei Erwachsenen immer wieder gerne nehme, verliere ich dieses Gefühl gegenüber meinem Kind manchmal. «Du musst essen, anziehen, hopp ins Bett, spielen machen wir morgen». Nicht selten bleibt man hängen, am Alltag, der Arbeit, dem Stress. Ich bin mir sicher, vielen von euch geht es genau so. Egal ob mit Kindern, dem Partner, den Eltern, mit sich selbst oder anderen Menschen die man gern hat. Dabei braucht es nur so wenig wie ein Spaziergang, ein Lächeln, 15 Minuten Seifenblasen und auch den Wunsch das zuzulassen und zu geniessen. Es war mir schon lange nicht mehr so klar wie heute. Dafür bin ich meiner Tochter (einmal mehr) sehr dankbar. Sie erinnert mich nämlich oft daran, was wirklich zählt.

Lass dich nicht unterkriegen. Sei frech, wild und wunderbar.
Astrid Lindgren

Nach den Sommerferien geht es für meine Tochter auf in eine neue Welt. Wenn ich sehe, wie viel Spass sie daran hat, unbekannte Pfade zu betreten, wie neugierig sie ist und mit wie viel Mut sie voran schreitet, habe ich keine Angst davor, dass auch die nächsten 6 Jahre, gute Jahre werden. Ich wünsche mir, dass wir noch viele solcher Momente wie heute erleben werden und so auch die sicher nicht fehlenden stürmischen Zeiten überstehen.

Start in something new and unknown

Start in something new and unknown

 

Was ist denn euer Tipp für eine Alltagspause oder mehr Achtsamkeit? Wie erinnert ihr euch daran, dass das Gegenüber jetzt grad das Wertvollste im Moment ist?

Ich wünsche euch von Herzen wunderbare Sommerferien mit viel Zeit für eure Liebsten.

<3 Sandra

PS: Ihr wollt sicher auch noch wissen, was der schönste Tag war, oder? Der war mit Papa, als sie mit in sein Unihockey-Training durfte. 😉

Migros Korb

Menü x2000 – Kochinspiration wanted

Das liebe Kochen. Ich kann ein Lied davon singen. Und obwohl ich nicht singen kann, kann ich das noch immer besser als kochen. Irgendwie hat die Schulküche bei mir versagt und danach hatte ich immer genug Geld um mich mit Restaurantbesuchen über Wasser zu halten oder einfach mit Joghurt.

Liebe geht durch den Magen

Nun wohnt ja bekanntlich ein Kind bei mir und das hat (manchmal) Hunger. Es heisst: «Liebe geht durch den Magen» und so langsam bekomme ich schon etwas Angst, dass mein Kind sich hier etwas zurückgesetzt fühlt. Sie wird öfters mit Teigis abgespeist als mir lieb ist. Zudem wird es mir auch langweilig, in der Endlosschlaufe zu kochen. Und gemeinsam kochen würde ja ebenfalls Spass machen. Viele Gründe also, sich diesem kochen ernsthaft zu nähern. Fact ist, dass wir ausser am Wochenende kaum wirklich Zeit haben zu kochen. Nach Hause kommen bis Schlafenszeit 2h inkl. umziehen, vorlesen, Zähne putzen, pipapo. Und da meine Kleine nun wirklich noch ein paar Kilo vertragen könnte, reicht nur Brotzeit nicht, obwohl sie Mittags gut und gerne isst. So kann es auf jeden Fall nicht weiter gehen.

Was koche ich heute?

Danke, ja ich kenne das Buch «Unser Menü 1» von Nadja Zimmermann wie viele andere Kochbücher, aber irgendwie geht es mit meinen Kochkünsten trotzdem nicht vorwärts. Es ist der 5. Januar und vielleicht könnte es sein, dass ich mir etwas vorgenommen hab für dieses Jahr. Und ihr dürft mir – wenn ihr wollt – gerne dabei helfen.

Koch-Inspiration gesucht!

Was zaubert ihr auf den Herd, wenn es schon wieder mal schnell (max. ca. 20′) gehen muss? Ich suche nach Ideen und Abwechslungen. Ihr braucht keine langen Rezepte posten oder schicken (dürft ihr natürlich gerne) sondern nur das Gericht und warum ihr das gerne macht. Gerne auch ausländische Menüs (Menü Të Bëftëm Mirë!, Buon Appetito, Velbekomme, iidatakimas, Eet smakelijk, apetite bom,  selamat makan, Buen provecho, afiyet olsun, Charoschi Appetit, bon appetit….)

Zudem interessiert es mich von den Menschen die gerne kochen zu erfahren, was sie am kochen am meisten schätzen. Und von denen die Kinder haben, wie sie damit umgehen, dass täglich 1 – 2 Mahlzeiten auf dem Tisch stehen müssen. Ich finde das alleine schon ziemlich anstrengend.

Ich bin gespannt auf eure Rückmeldungen und werde sicher wieder darüber berichten wie es um meine Fortschritte steht.

TedxZuerich - Stop / Start

Rückblick TEDxZuerich

Nicht fehlen darf Ende Jahr auch der Rückblick zu der TEDxZuerich die am 17. Oktober 2014 stattfand. Die Videos sind seit ein paar Wochen online. Und wie immer fand ich viel Inspiration, viel Lachen und viel Austausch während diesem Tag. Das Grundthema der diesjährigen TEDxZuerich war «Stop – Start». Mein Motto dazu «Stop worrying – Start be happy».

Meine 3 Lieblingsvorträge möchte ich euch nicht vorenthalten:

Platz 1 – Rolf Winters – on retrieving our true human potential

Der Vortrag von Rolf Winters berührte mich an diesem Tag besonders. Vielleicht weil auch mich eine Sehnsucht treibt, mehr zu wissen woher und wohin mich das Leben treibt. Nach einer erfolgreichen Karriere in der Unternehmensberatung wollte er auch mehr über das Leben erfahren. Er hat sich mit seiner Familie aufgemacht und reiste während 5 Jahren durch die Welt auf der Suche nach Antworten. Hauptsächlich bei den Wisdom-Trägern der Ureinwohner verschiedener Stämme. Resultat davon ist, neben dem tollen Vortrag, der Film «Down to earth» , der hoffentlich bald in unsere Kinos kommt und in mir garantiert eine Zuschauerin findet.

Platz 2 – Kirsten Vermilyea – It’s ok to look

Ein erfrischender Vortrag rund um das Thema Brüste bzw. die Reduktion der Frauen auf ihre zwei Hauptargumente. Wann ist es ok zu schauen und wo fangen Vorurteile an. Selbst bestückt mit zwei imponierenden Argumenten, konnte sie dieses Thema mit der Prise Humor und Selbstironie angehen und trotzdem auf den Punkt kommen. Need to see für Männer aber auch für Frauen, die sich nicht hinter ihrem Aussehen verstecken wollen und trotzdem einen Anspruch darauf haben, auf mehr als nur das „Eine“ reduziert zu werden.

Platz 3 – Martin Inderbitzin – What I learned from having cancer

Ebenfalls ein berührender und motivierender Vortrag darüber, sich Ziele zu stecken und sich selbst auch in der schwierigsten Phase zu motivieren. Martin steckte sich mitten in der Chemotherapie das Ziel, einen Marathon zu laufen und zeigte auf, wie er damit Schritt für Schritt zurück ins Leben fand. Auch für Menschen ohne diese Grenzerfahrung ein Motiviationsschub für seine Ziele und Träume einzustehen und sie umzusetzen.

Musik – Mich Gerber

Einfach immer wieder #hach <3

Natürlich gab es noch viele weitere Inspirationen aus Bildung, Leben, Architektur, Musik uvm. Alle Videos der Speaker der diesjährigen TEDxZuerich finden sich auf der Webseite. 

Ich danke allen beteiligten Helfern, Sponsoren und Veranstaltern für diesen bereichernden Tag. Ein grosses Danke auch an den Austausch mit den Teilnehmenden der wie immer spannend, lehrreich und auch sehr lustig war.

Alle Fotos vom Event sind hier abrufbar.

 

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Für Insider: Das Miip Miip-Vine

Song for Humanity – Paolo Nutini, Iron Sky

Ueber einen Facebook-Post bin ich vor einiger Zeit auf diesen Song von Paolo Nutini gestossen. Nicht nur das Video ist Hammer Hammer Hammer – emotional mit gewaltigen Bildern. Auch der Text bewegt. Der Song hat eine ganze eigene Dynamik und Power, die mich momentan grad durch die Tiefen trägt.

Der kurze Sprechteil kam mir bekannt vor und darum hab ich gegoogelt und gefunden. Er ist ein Auszug aus dem Film «The Great Dictator» die Rede zur Menschlichkeit. Darum hier das ganze Set. Song, Video, Lyrics und Chaplins Final Speach.

«…You are not machines! You are not cattle!… You are men! You, the people, have the power to make this life free and beautiful, to make this life a wonderful adventure… let us use that power – let us all unite.»

Paolo Nutini – Iron Sky (on Spotify)

We are proud individuals
Living for the city
But the flames
Couldn’t go much higher

We find God and religions
To bait us with salvation
But no one, no nobody
Can give you the power

To rise
Over love
Over hate
Through this iron sky that’s fast becoming our mind
Over fear and into freedom

Oh, that’s life
That’s dripping down the walls
Of a dream that cannot breathe
In this harsh reality
Mass confusion spoon fed to the blind
Serves now to define our cold society

From which we’ll rise
Over love
Over hate
Through this iron sky that’s fast becoming our mind
Over fear and into freedom

You’ve just got to hold on
You’ve just got to hold on

„To those who can hear me, I say – do not despair. The misery that is now upon us is but the passing of greed – the bitterness of men who fear the way of human progress. The hate of men will pass, and dictators die, and the power they took from the people will return to the people. And so long as men die, liberty will never perish… Don’t give yourselves to these unnatural men – machine men with machine minds and machine hearts! You are not machines! You are not cattle!… You are men! You, the people, have the power to make this life free and beautiful, to make this life a wonderful adventure… let us use that power – let us all unite.“

And we’ll rise
Over love
Over hate
Through this iron sky that’s fast becoming our mind
Over fear and into freedom
Into freedom

From which we’ll rise
Over love
Over hate
Through this iron sky that’s fast becoming our mind
Over fear and into freedom
Freedom, freedom

Oh, rain on me
Rain on me
Rain on me

 

tedxbern

Fingt ds Glück eim? – Retro zur TEDxBern

Letzte Woche fand auf dem berühmten Berner Güsche in einer wundervollen Location die TEDxBern statt. Über 300 Menschen auf der Suche nach dem Glück. Das wichtigste vorab: Es war ein super organisierter Anlass, spannende Speaker, gute Musik und viele fabelhafte Menschen.

TEDxBern. Speakers mit spannenden Einsichten!

Und nicht nur Berner fanden den Weg auf den Gurten. Von überall her reisten wir mit den Öffentlichen an um an der TEDxBern dabei zu sein. So auch ich.

Uns erwartete ein fulminantes Speaker-Enseble und ich hoffe bald sind die Videos online.Die Bilder zur TEDxBern (Credits: Georges Eberle) sind bereits online. Das Storify von @renelisi kuratiert die Tweets zum Tag.

Meine persönlichen Top 3 Vorträge waren: Dara Sadun, der sich in der Schweiz als Flüchtling mit Überzeugung und Beharrlichkeit und einem Quäntchen Glück eine Existenz aufgebaut hat und heute vieles wieder zurück gibt. Thomas Sterchi, der uns nicht über jobs.ch aufklärte, sondern uns seine ganz persönlichen Ansichten zum Thema Glück auf den Weg gab. Jürg Wyss & Mike Glauser, die uns aufzeigten, dass man auch vom Bauernhof aus die Welt erobern kann. Das sind nur drei von vielen, die mich beeindruckt haben. Alle Rednerinnen und Redner haben ihre Sicht auf das Glück in irgendeiner Weise aufgenommen und vermittelt. 

Ein grosser Dank an das Organisatorenteam, die Speaker und die Sponsoren des TEDxBern. Es war super und ich komme gerne wieder (wenn ich darf).

Merci au an alle, die diesen Tag mit mir gemeinsam so wertvoll gemacht haben. Zugehört, philosophiert und viel viel gelacht. Und natürlich #selfies ohne Ende. <3. 

Klassentreffen

Klassentreffen

Zum Glück für mich gibt es im Oktober noch die TEDxZurich. Dann zum Thema «Stop – Start». Zwei mal Glück – doppelte Portion Inspiration #happyme. 

Fingt ds Glück eim?

Dazu habe ich mir in den letzten Tagen oft Gedanken gemacht. Wer einen neuen Job bekommt sagt: Glück gehabt! Wer an einem Unfall vorbei schrammt ebenso. Das Ereignis-Glück. Aber dann gibt es noch den Zustand Glück! Momente die uns zeigen, dass wir Leben und Lieben. Momente die uns erfüllen und unser Leben liebenswert machen. Der Zustand nennt sich glücklich sein! Und auf welcher Bucket-List steht nicht: Ich will glücklich werden/sein. Glück lässt sich weder einfangen, noch konservieren. Es ist da, man kann es spüren und muss es auch gleich wieder gehen lassen. Seit ich an der Aktion #teamhappyswiss mitmache, schreibe ich täglich einen glücklichen Moment auf, den ich erlebt oder gespürt habe. Es gibt Tage, da könnte ich viele nennen und andere, da fingt ds Glück mich nicht. Oder besser gesagt, hab ich es nicht gesehen.

Schon seit einiger Zeit tage ich meine Tweets mit #happyme, weil es mir persönlich wichtig ist, diese kleinen, wertvollen Momente bewusst zu erleben und mit anderen zu teilen. Wieder anzuschauen, wenn es mal nicht so läuft und der Alltagsfrust überhand nimmt. Denn auch dann gibt es viele Gründe, um glücklich zu sein wie leben, atmen, ein Dach über dem Kopf zu haben, an einem sicheren Ort zu leben, Menschen zu haben, die man liebt und die vieles zurück geben.

Das persönliche Glück bestimmt man selbst und nein, es findet mich nicht. Es ist an mir, es zu sehen. Dankbarkeit zeigen für das, was das Leben mir schenkt. Ohne Erwartungen. Annehmen was ist und danach streben den Menschen die mein Leben teilen, glückliche Momente zu schenken. Das wahre Glück liegt im Kleinen (hab ich mal gehört) aber all diese kleinen Puzzle-Teile zusammengefügt ergeben wohl das was man Zufriedenheit nennt. 

Zum Abschluss noch die Lebensweisheit von King Pepe, der uns an der TEDxBern zum schmunzelnden nachdenken brachte. «S’Läbe isch fascht e chli wien es chirschi. Wenns gesse isch, ischs weg!»

Meine #happyme Twitter-Timeline

Und wie stehst du zum Glück? Kommentiere gerne, lange und ausführlich oder kurz und knapp. #happyme wenn du bis hierhin gekommen bist.